Donnerstag, der 14. Januar 2016

Plattdeutsch in der Pflege

Die Jahresauftaktveranstaltung der UnternehmerFrauen im Handwerk befassten sich mit dem Thema: „Plattdeutsch in der Pflege“ – es referierte Heinrich Siefer, Dozent an der Katholischen Akademie in Stapelfeld

Plattdeutsch ist eine Regionalsprache und in unserem ländlichen Raum und in ganz Nordwestdeutschland sehr verbreitet. Auch wenn viele Leute es nicht mehr selber sprechen können, so sind sie jedoch meistens in der Lage, es zu verstehen.
Viele ältere Menschen haben Plattdeutsch als Muttersprache, d.h. mit dieser Sprache sind sie aufgewachsen. Sie gibt ihnen Sicherheit, Nähe, Identität und Heimatgefühle.
Durch die Verwendung der plattdeutschen Sprache in der Pflege können die Patienten auf dieser Ebene angesprochen werden. Es wird Vertrauen aufgebaut und es entsteht ein Gefühl der Sicherheit, der Heimat, der Nähe und hilft dadurch über befremdliche und beängstigende Situationen hinweg. 
In vielen Pflegeeinrichtungen für Demenzkranke wird plattdeutsch auf verschiedenen Ebenen eingesetzt, z.B. für Biografiearbeit, im Bereiche der nichtdedikamentösen Therapie und bei der Hospizarbeit.